Das Internet of Things (IoT): Was ist es genau und wofür können wir es nutzen?

businessman, tablet, steering-3210932.jpg

Smart Home, intelligente Maschinen und transparente Lieferketten: Das Internet of Things vernetzt die Welt

Wenn der Waschgang abgeschlossen ist, blinkt das Handy. Fährt man am Abend mit dem Auto in die Garage, geht im Haus die Beleuchtung an. Verlässt man das Haus wieder, verschließen die Türen sich automatisch und die Alarmanlage wird aktiviert. Vernetzte Lampen, Thermostate und Lautsprecher haben längst Einzug in unser Leben gehalten und erleichtern uns in den sämtlichen Lebensbereichen den Alltag. Die Technologie, die sich hinter vielen dieser Smart Home Anwendungen verbirgt, wird als Internet of Things bezeichnet.

Eine vernetzte Welt aus smarten Geräten

Das Internet of Things (kurz IoT), im Deutschen auch als Internet der Dinge oder Allesnetz bezeichnet, ist ein Sammelbegriff für Technologien, die physische Objekte mit virtuellen Systemen vernetzen. Fahrzeuge, Küchengeräte oder Industriewerkzeuge werden dabei mit Sensoren, Software und anderen Technologien ausgestattet, um den Datenaustausch mit anderen Geräten und Systemen über Wlan, Bluetooth oder RFID (Funkfrequenz-Identifikation) zu ermöglichen. Ziel des IoT ist es somit, relevante Informationen aus der realen Welt automatisiert zu erfassen, miteinander zu verknüpfen und virtuell verfügbar zu machen.

city, smart, modern-4317139.jpg

Sensoren erfassen und verarbeiten Daten

Physische Geräte werden mit Sensoren und Mikrocontrollern ausgestattet, die sich über Apps und Software steuern lassen. In einer digital vernetzten Welt werden diese Sensoren zu wichtigen Informations Lieferanten. Sie erfassen und verarbeiten Daten und senden die dadurch generierten Informationen an Computer oder Smartphones. Zu den erfassten Daten zählen im industriellen Kontext z.B. thermodynamische, mechanische oder chemische Kenngrößen wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Druck, chemische Zusammensetzung oder Flüssigkeitsstand.

Was passiert mit den erfassten Daten?

Die gemessenen Rohdaten werden von Datenerfassungssystemen gesammelt und in digitale Formate umgewandelt. Die Übertragung der Daten erfolgt meist über Wlan, Bluetooth oder Telekommunikationsnetzwerken (z.B. NB-IoT) an eine App, eine Cloud oder eine Software. Die angeschlossenen Geräte werden über Knotenpunkte oder Internet-Gateways gesteuert und generieren auf Grundlage der Daten Handlungsempfehlungen. Sensoren im Wohnzimmer erfassen zum Beispiel die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Ein smartes Thermostat verarbeitet diese Informationen und reguliert auf diese Weise die Heizkörper im Raum oder erinnert daran, dass gelüftet werden muss.

Industrielles IoT als führende Technologie der digitalen Transformation

Das industrielle IoT (IIoT) bezeichnet die Anwendung der IoT-Technologie im industriellen Kontext und gilt in der digitalen Transformation von Industrien als richtungsweisend. Das IIoT ist eine Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0. Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.

Das IIoT bezieht sich auf miteinander verbundene Sensoren, Instrumente und andere Geräte, die mit Computern für industrielle Anwendungen vernetzt sind. Intelligente Sensoren werden in Fertigungsmaschinen, Energiesysteme oder Infrastruktur integriert. Die Konnektivität ermöglicht die Sammlung, den Austausch und die Analyse von Daten. Mithilfe der gesammelten Daten können Industrieunternehmen u.a. ihre Produktivität und Effizienz steigern, Fertigungsprozesse optimieren und die Mitarbeitersicherheit erhöhen.

Bessere Kontrollmechanismen durch vernetzte Maschinen

Das industrielle Internet of Things optimiert den Austausch zwischen Maschinen und liefert hilfreiche Daten. Durch das kontinuierliche Sammeln dieser Daten können Industrieunternehmen genauer kontrollieren, wie viele Ressourcen sie verbrauchen, wie energieeffizient sie arbeiten und wie viel ihre Maschinen produzieren. Auf dieser Basis können manuelle oder automatisierte Anpassungen vorgenommen werden, um langfristig zum Beispiel die Produktivität zu steigern oder die Umweltbilanz zu verbessern

IIoT Sensoren als Schlüssel zu transparenten und effizienten Lieferketten

Auch für das Management von Lieferketten gewinnt IIoT Technologie zunehmend an Bedeutung. In einer global vernetzten Welt ist es heute wichtiger denn je, in Echtzeit an relevante Informationen zu gelangen. Wo befindet sich die Lieferung gerade? Stimmt die Temperatur im Container und an welchen Stellen lässt sich die Lieferkette nachhaltiger gestalten? Unterstützung verspricht auch hier die intelligente Vernetzung von Objekten, Containern und Prozessschritten über das Internet of Things.

Die IoT Lösung von vitreo schließt Informationslücken in Lieferketten

So hat zum Beispiel vitreo einen IoT Sensor entwickelt, der nicht-intrusiv an Großpackmittel (Intermediate Bulk Container, IBC) angebracht wird und sämtliche Zustandsdaten der IBC Lieferkette über eine einfache und sichere Softwarelösung für die Personen verfügbar macht, die sie in dem Moment benötigen. Die quaderförmigen Behältnisse werden zum Beispiel dafür verwendet, um Rohstoffe und Zwischenprodukte der chemischen, pharmazeutischen oder Lebensmittelindustrie zu transportieren. Die Sensortechnologie von vitreo sorgt dafür, die IBC zu vernetzen. Die IoT Sensorik hilft in jedem Abschnitt der Lieferkette dabei, Daten zu extrahieren, die auf herkömmliche Weise nur schwer bis gar nicht zu erlangen sind. Mithilfe der Aufbereitung und Analyse dieser Daten, kann die Effizienz, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit von IBC-Lieferketten signifikant verbessert werden. Messdaten wie Füllmenge, Standort, Temperatur und Druck lassen sich in Echtzeit erfassen und online abrufen. Die moderne Technologie ist einfach handhabbar und sorgt für die Senkung von Kosten, eine bessere Umweltbilanz und eine Steigerung der Gesamteffizienz.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Scroll to Top