Die Transparenz in Lieferketten, ihre Bedeutung und welche Hürden noch überwunden werden müssen

Transparentes Supply-Chain-Management: Warum die digitale Aufrüstung von  Lieferketten längst überfällig ist

Wo befindet sich mein Container zurzeit? Sind die Transportbedingungen optimal und weiß eigentlich mein Kunde Bescheid, dass die Lieferung bald eintrifft? Ein umfassender Überblick und größtmögliche Transparenz sind essentiell für ein effizientes und zielgerichtetes Management in Lieferketten. Doch viele Fragen, mit denen Unternehmer, Stakeholder und Supply-Chain-Manager täglich konfrontiert werden, lassen sich mit klassischen Methoden der Nachverfolgung nicht hinreichend beantworten. Neue Methoden müssen her, um die Nachhaltigkeit, Effizienz und Rückverfolgbarkeit der Lieferketten zu gewährleisten. 

Transparenz innerhalb der Lieferketten ist bei den meisten Unternehmen noch ungenügend

Die globale Pandemie oder die gestiegene Nachfrage nach Online-Käufen zeigen einmal mehr, wie sehr die Branche in Sachen Digitalisierung hinterherhinkt.

Dem Marktforschungsinstitut Gartner zufolge verfügen nur 21 % der Befragten über eine hohe Transparenz innerhalb der Lieferkette um die Flexibilität, Beschaffungs-, Herstellungs- und Vertriebsaktivitäten relativ schnell umzustellen. Der Rest der Marktteilnehmer muss umgehend handeln, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Probleme, die durch fehlende Transparenz verursacht werden

Der Mangel an Transparenz ist die Ursache für verschiedene Probleme innerhalb der Lieferkette: Zum einen haben Unternehmen laut Forbes Schwierigkeiten bei der Erfassung und Verarbeitung von Daten. 

Die fehlende Transparenz hat außerdem zur Folge, dass sich die Ausführung von Teilschritten innerhalb der Lieferketten oft nicht mit angemessener Qualität planen lässt. Wenn Unternehmen keine Informationen über Ausfälle in Echtzeit erhalten, können sie die Risiken nicht angemessen bewerten und somit auch keine wirksame Strategie wählen, um die Probleme zu adressieren.

Wenn also auch nur ein Glied in der Lieferkette nicht funktioniert, kann dies zu Verzögerungen in allen nachfolgenden Arbeitsabläufen und damit zu finanziellen und Reputationsverlusten führen.

Den Weg aus der Krise bietet Technologie. Digitale Lösungen ermöglichen die Verfolgung von Lieferungen in Echtzeit. Doch wieso hapert es mit der Digitalisierung gerade in einer Branche, in der schnelle Reaktionen und globale Vernetzung so eine große Rolle spielen? Eine Umfrage des Logistikdienstleisters Hermes Germany vom November 2020 gibt Aufschluss darüber, mit welchen Hürden Industrieunternehmen zu kämpfen haben. Befragt wurden Logistik-Verantwortliche in 200 deutschen Unternehmen.

Größte Hindernisse: Mangelnde Konnektivität und Kommunikationsprobleme

Das Ergebnis: Die fehlende Vernetzung zwischen Unternehmen, Lieferanten und Handelspartnern sorgt für Intransparenz und Effektivitätsverlusten. Auch Kommunikationsprobleme zwischen den beteiligten Stakeholdern gehören zu den größten Hürden. Ein Großteil der Befragten gab zudem Sicherheitsbedenken (46 %) und fehlendes Vertrauen (43 %) als Hinderungsgrund für den Austausch von Daten an.

Mangel an Expertise und Angst vor Innovation kann die Digitalisierung ausbremsen

Ein weiterer Faktor ist der einer Studie der Consulting-Firma The Hackett Group zufolge der Mangel an Expertise für die Arbeit mit neuen Technologien. Unternehmen benötigen fähige Mitarbeiter für den Betrieb Infrastruktur, z. B. der IT-Systeme für Produktion, Bestandsanpassung und Vertrieb. Eigene Fachleute mit entsprechenden Kenntnissen sind rar. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier eine ausgewogene Balance aus neuen Talenten, die bereits über entsprechendes Know-How verfügen und eine innovative Sichtweise mitbringen und etablierten Mitarbeitern, die sich in Bezug auf Datenkompetenz und IT weiterentwickeln. Zudem müssen einfache Lösungen her, die sich nicht nur von IT-Spezialisten oder Technikern bedienen lassen. Anbieter von Technologie und Software für ein transparenteres Lieferketten-Management müssen somit ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass die Eintrittsbarrieren für die digitale Transformation möglichst niedrig gehalten werden. Hilfreich sind vor allem ein kontinuierlicher Support und ein gutes Angebot von Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen.

Die wichtigsten Learnings

Es lässt sich also festhalten: Eine größtmögliche Transparenz in der Lieferkette und ein gutes Netzwerk zum Informationsaustausch sind für Industrieunternehmen essentiell, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine entscheidende Rolle spielt hier die digitale Transformation. Um diese erfolgreich abzuwickeln, braucht es vor allem Zeit, Kapital, strategische Planung, fähige Mitarbeiter und ein offenes Mindset für innovative Lösungen.

Die Transparenz und der damit einhergehende Informationsfluss innerhalb der Lieferkette ermöglicht es Unternehmen langfristig Transport- sowie Lagerungsprobleme vorherzusehen, zu analysieren und darauf zu reagieren. Risiken werden damit minimiert und der Profit steigt. So können Unternehmen auch globale Krisen, wie die Corona-Pandemie, überstehen.

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Max Drechsler
Ich ermögliche Ihnen den einfachsten Weg zur kompletten Sichtbarkeit Ihrer Lieferkette.

Q&A

Technologie kann einfach sein, wenn man es will. Was ich an der Technologiebranche ändern würde, ist die Schaffung eines einfachen Zugangs zu & für jedermann.

Die Reduzierung der Komplexität, die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und die Vermeidung von Verschwendung. 

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